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Erfahrungsbericht LL.M. Informationsrecht, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg



Der LL.M. Informationsrecht bietet JuristInnen die attraktive Möglichkeit, in einem überschaubaren Zeitrahmen vertieft spezifisches Fachwissen zu erlangen, das auf vielfältige Weise eingesetzt werden kann. Der Studiengang wird an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Taeger angeboten und deckt das gesamte Spektrum in diesem zukunftsweisenden Bereich ab. Die Erfahrung zeigt, dass im Informationsrecht erheblicher Beratungsbedarf besteht und viele Arbeitgeber die fachspezifische Qualifikation zu schätzen wissen. Erworben werden neben dem akademischen Grad des LL.M. auch die theoretischen Voraussetzungen für den Fachanwalt Informationstechnologierecht. Das Studium kann sowohl im Vollzeit- als auch im berufsbegleitenden Modell absolviert werden und setzt sich in organisatorischer Hinsicht aus abwechselnden Online- und Präsenzveranstaltungen zusammen. Der modulare Aufbau und die Tatsache, dass die einzelnen Module nicht in einer bestimmten zeitlichen Reihenfolge belegt werden müssen, macht das Studium flexibel und bietet größtmögliche Vereinbarkeit mit Beruf, Referendariat, Familie und/oder einer Promotion.

Das Informationsrecht umfasst bekannte Rechtsgebiete wie das Internet-, das Telekommunikations-, das Immaterialgüter- und das Datenschutzrecht ebenso wie Fragen des Computerstrafrechts, des E-Government und der IT-Vergabe. Renommierte Dozenten aus Wissenschaft und Praxis vermitteln interdisziplinär und praxisnah die relevanten rechtlichen, ökonomischen, politischen und technischen Kenntnisse, die nötig sind, um das Informationsrecht auf die verschiedenen Lebenssachverhalte anzuwenden. Einen wichtigen Bestandteil des Programms bildet fächerübergreifend die Vertragsgestaltung. Dieses für die Rechtsberatung essentiell wichtige Handwerkszeug, das in der klassischen Juristenausbildung so gut wie gar nicht vermittelt wird, greifen die Dozenten in den Modulen Internet-, Immaterialgüter- und IT-Vertragsrecht wiederholt auf. Man lernt dabei zum Beispiel das theoretische Wissen zum AGB-Recht in konkrete Klauseln umzusetzen, Lizenzverträge zu gestalten und komplexe IT-Outsourcing-Verträge zu verstehen. Hilfreich dafür sind zusätzlich die umfangreichen Studienunterlagen, die auch nach Studienende genutzt werden können und eine gute Ergänzung zu bereits am Markt verfügbarer Literatur der Dozenten bilden. Die Prüfungsleistungen im LL.M. bestehen hauptsächlich aus Projektarbeiten, die sich aus jeweils einem mündlichen Vortrag und einer Seminararbeit zu einem frei wählbaren Thema pro Modul zusammensetzen. Im Falle besonders gut gelungener Arbeiten wird von den Dozenten angeregt, die Texte in einschlägigen Fachzeitschriften zu publizieren.

Da die LL.M.-TeilnehmerInnen aus Anwaltskanzleien, Unternehmensrechtsabteilungen, Verbänden, politischen Institutionen oder der Wissenschaft kommen, ergibt es sich, dass neben dem Lehrcurriculum aktuelle Themen erörtert oder umfangreiche Case-Studies aus der Praxis präsentiert werden. So kann es sein, dass zu politischen Themen neben der inhaltlichen Diskussion auch die passenden netzpolitischen Veranstaltungen angeboten werden oder ein interessantes Open-Source-Projekt skizziert wird. Durch die überschaubaren Gruppengrößen und die ausgesprochen aufgeschlossene Atmosphäre bietet der Masterstudiengang in Oldenburg nicht nur eine passende Plattform für kontroverse Diskussionen, sondern auch eine gute Gelegenheit zum Networking.

Während der Präsenzveranstaltungen hat Oldenburg als „Stadt der Wissenschaft 2009“ und Heimat zahlreicher Studenten eine große Bandbreite an Kultur- und Unterhaltungsmöglichkeiten zu bieten. Neben dem allseits beliebten Barhopping können Ausflüge ans Meer angehängt oder Spitzenspiele der Basketball Bundesliga live verfolgt werden. Im Herbst wird das Unterhaltungsprogramm um die Nacht der Museen und das Internationale Filmfest ergänzt, das über die Landesgrenzen hinweg bekannt ist und auch ausländische Filmprominenz von Übersee nach Oldenburg bringt.

Zur Finanzierung des LL.M.-Vorhabens ist anzumerken, dass die finanzielle Belastung zum einen durch die Möglichkeit der Berufstätigkeit neben dem Studium ausgeglichen werden kann und zum anderen verschiedene Varianten der Förderung bestehen, auf deren Grundlage teilweise bis zu 50 % der Gebühren für den LL.M. Informationsrecht an der Universität Oldenburg übernommen werden können. Weitere detaillierte Informationen zu diesem und zu allen anderen Aspekten des LL.M. Programms sind auf der Homepage zum Studiengang hinterlegt oder können bei der freundlichen Ansprechpartnerin, Frau Lehmann, erfragt werden.

Für die Zeit nach dem Studium verfügt die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg über ein umfassendes Alumni-Netzwerk. Fachbezogen bieten sich zum weiteren Austausch die zahlreichen informationsrechtlichen Veranstaltungen an, bei denen man immer einen Bekannten aus dem Studium wieder trifft. Ein Klassiker ist die Herbstakademie der Deutschen Stiftung für Recht und Informatik (DSRI), die maßgeblich vom Lehrstuhl von Prof. Dr. Taeger organisiert wird. Die Herbstakademie findet einmal jährlich statt und bietet JuristInnen im Rahmen eines mehrtägigen Tagungsprogramms die Möglichkeit, aktuelle informationsrechtliche Themen zu präsentieren.

Der LL.M. Informationsrecht, den ich in den letzten beiden Jahren an der Universität Oldenburg absolviert habe, war für mich eine unvergessliche Zeit und absolute Bereicherung. Ich würde mich jederzeit wieder für dieses Programm entscheiden und kann es allen Interessierten wärmstens empfehlen.

Im Überblick: Weiterbildender, berufsbegleitender Masterstudiengang Informationsrecht (LL.M.)

Veranstalter: Institut für Rechtswissenschaften – Fakultät für Informatik, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Jürgen Taeger

Termin: Bewerbungen jeweils zum 1. März und 1. September eines Jahres

Ort: Onlinegestützter Studiengang mit Präsenzphasen an der Universität Oldenburg

Weitere Informationen: www.informationsrecht.unioldenburg.de

Ansprechpartner: Britta Lehmann, Tel.: 0441-798 4408, Fax: 0441-798 4411, informationsrecht@unioldenburg.de

RAin Johanna Schmidt-Bens, LL.M.

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