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Editorial

Für ein Mediengrundrecht

Prof. Dr. Rolf Schwartmann, Köln

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 1

Aufsatz

"Ein Grundrecht der Medienfreiheit - Gleiches Recht für alle?!

Zugleich Verleihung einer Honorarprofessur der Fachhochschule Köln an Dr. Stefan Sporn Köln 2013

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 1

Aufsatz

Ein Grundrecht der Medienfreiheit - Gleiches Recht für alle!?

Die mediale Welt befindet sich in einer Zeit fundamentaler Veränderung. Digitalisierung und Konvergenz1Siehe ausführlich die Darstellung der verschiedenen Konvergenzphänomene bei Sporn, in: Schneider, Management von Medienunternehmen, 2013, S. 397, 397 ff. sind die entscheidenden Ursachen dafür. Alles ist "multimedial" - Endgeräte, Verbreitungswege, Inhalte. Alle Angebote sollen überall und zu jeder Zeit auf jedem Gerät für einen Zuschauer oder Nutzer verfügbar sein. Grenzen zwischen bisher Getrenntem sind verschwommen oder ganz verschwunden. Nachhaltige Änderungen des Nutzungsverhaltens kommen dazu. Der Gesetzgeber läuft den Entwicklungen beständig hinterher und versucht, durch Änderungen der einschlägigen Gesetze und Staatsverträge in schneller Folge die Medienordnung angemessen anzupassen. Den Rahmen für diese Medienordnung setzt das Grundgesetz durch vor allem zwei Grundrechte aus Art. 5 Abs. 1 S. 2 GG: Die Pressefreiheit und die Rundfunkfreiheit.2Die dort ebenfalls aufgeführte "Filmfreiheit" soll hier weitgehend unberücksichtigt bleiben, da sie bei weitem nicht die Bedeutung der anderen beiden Grundrechte hat und ohne größere Erläuterungen von den späteren Ausführungen umfasst werden kann. Sie sind von überragender Bedeutung für unsere freiheitliche Gesellschaftsordnung. Sie schützen die Medien - ihre Freiheit, ihre Unabhängigkeit, ihre Vielfalt. Doch können diese Grundrechte dies angesichts der veränderten medialen Welt noch in angemessener Weise leisten? Oder stellen sie in ihrer Form und Ausgestaltung durch die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes nicht im Gegenteil ein Problem für die Schaffung einer ausgewogenen Medienordnung dar? Dieser Beitrag ist ein Plädoyer für eine Neufassung der Mediengrundrechte des Grundgesetzes.

Prof. Dr. Stefan Sporn, Köln

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 2

Aufsatz

Ein Grundrecht der Medienfreiheit - Gleiches Recht für alle?

Der Beitrag gibt den Standpunkt wieder, den der Verfasser zu der Forderung nach einem einheitlichen Grundrecht der Medienfreiheit einnimmt. Er berücksichtigt insbesondere die unterschiedlichen Ausgangslagen des Grundgesetzes, der europäischen Menschenrechtskonvention und der Europäischen Grundrechtecharta. Dabei sind trotz der unterschiedlichen Ausgangsbedingungen die praktischen Ergebnisse aus Sicht des Verfassers durchaus vergleichbar und laufen gerade darauf hinaus, dass insbesondere die Suggestivkraft entscheidend dafür ist, welcher Schutz den Medien zugestanden wird und welche Einschränkungsmöglichkeiten bestehen.

Prof. Dr. Dieter Dörr, Mainz

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 9

Aufsatz

Ein Kommentar: Gleiches Recht für alle?

Prof. Dr. Peter Schiwy, Speyer/Berlin

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 12

Aufsatz

Warum im Journalismus nichts mehr ist, wie es war

Oliver Stock, Düsseldorf

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 13

Aufsatz

SUPER RTL - Viel mehr als ein Fernsehsender

Das Vorantreiben der Diversifizierung ist für Medienunternehmen, die in verschiedenen Geschäftsfeldern aktiv und erfolgreich sein möchten, eine zentrale Devise. Dadurch können sie auf aktuelle Trends nicht nur reagieren, sondern sie entscheidend mitprägen. SUPER RTL, seit 15 Jahren ununterbrochen TV-Marktführer in der Kinderzielgruppe, hat diesen Ansatz bereits Anfang des neuen Jahrtausends für sich entdeckt und immer weiter ausdifferenziert und umgesetzt. Diese Strategie setzt SUPER RTL seitdem konsequent und mit wirtschaftlichem Erfolg fort; das Selbstverständnis des TV-Senders hat sich im Laufe der Jahre hin zu einem Kinderunterhaltungsmedium gewandelt. Dieses ist heute aufgrund seiner crossmedialen Möglichkeiten europaweit führend. Der folgende Beitrag soll die Entwicklung hierzu und die strategische Motivation schildern.

Claude Schmit, Köln

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 15

Aufsatz

Urheberrecht vs. Presserecht

Der EGMR hat am 10. 1. 2013 (36769/08 - Ashby Donald u. a. gegen Frankreich) entschieden, dass urheberrechtliche Sanktionen das Recht der freien Meinungsäußerung aus Art. 10 Abs. 1 EMRK verletzen können. Der Gerichtshof betont, dass an der Schnittstelle zwischen Urheber- und Presserecht eine Einzelfallabwägung der widerstreitenden Rechtsgüter geboten ist. Diese Sicht steht im Widerspruch zur Linie des BGH, der die urheberrechtlichen Schranken als eine abschließende Abwägungsentscheidung des Gesetzgebers ansieht.

RA Dr. Holger Nieland, Hamburg

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 285

Aufsatz

Datenschutzrechtliche Aspekte der Übermittlung personenbezogener Daten an die SCHUFA

"Vorher wissen, mit wem man es zu tun hat" - so lautet ein Werbeslogan der SCHUFA. Millionen von Informationen sind bei der Wirtschaftsauskunftei in kürzester Zeit online abrufbar. So wird der Einzelne zum gläsernen Vertragspartner. Problematisch ist das spätestens dann, wenn Informationen rechtswidrig eingetragen werden. Der Beitrag gibt einen Überblick über die aktuelle Rechtslage und informiert über Rechtsschutzmöglichkeiten bei unberechtigten Negativ-Meldungen.

RA Daniel Elgert, Düsseldorf

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 288

Aufsatz

Der räumliche Anwendungsbereich europäischen Datenschutzrechts

Aufgrund der geplanten gesetzgeberischen Neuerungen auf europäischer Ebene ist das Datenschutzrecht derzeit überall ein Diskussionsthema. Datenportabilität, ein Recht auf Vergessenwerden oder höhere Anforderungen an die Einwilligung. Es gibt viele Vorschläge, um dem in Art. 8 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union verankerten Schutz personenbezogener Daten Ausdruck zu verleihen. Bevor jedoch überhaupt eines dieser teilweise neu entwickelten Rechte Wirkung entfalten kann, muss, derzeit und auch in Zukunft, eine entscheidende Vorfrage beantwortet werden: Ist europäisches Datenschutzrecht anwendbar?

R.Ref. Dr. Carlo Piltz, Berlin

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 292

Aufsatz

IT-Outsourcing in der Insolvenz: Optionen für Anbieter und Anwender

Die Auslagerung von Funktionen der unternehmenseigenen Informationstechnologie auf einen externen Anbieter ist für mittelständische und große Unternehmen an der Tagesordnung. Jede Form dieses IT-Outsourcing bedingt für das auslagernde Unternehmen zwangsläufig einen erheblichen Verlust von Kontrolle, Einflussnahme und Entscheidungsspielraum. Aber auch Anbieter von IT-Outsourcingdienstleistungen gehen regelmäßig erhebliche Investitionen ein, in der Hoffnung einer entsprechenden Amortisation über die Laufzeit des Outsourcingvertrages. Die Risiken der Abhängigkeit des auslagernden Unternehmens vom Dienstleister einerseits und der Amortisation des Invests des IT-Dienstleisters andererseits realisieren sich in der Situation, dass die eine bzw. andere Vertragspartei insolvent wird und entsprechend formelle Verfahren eingeleitet werden. Vor dem Hintergrund der jüngsten Entscheidung des BGH zur Rechtswirksamkeit insolvenzabhängiger Lösungsklauseln in Energielieferungsverträgen gibt der nachfolgende Beitrag einen Überblick über die Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten der Beteiligten eines IT-Outsourcingvertrages im Falle der Insolvenz der jeweils anderen Vertragspartei.

RA Jan Pohle, Köln

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 297

Aufsatz

Koexistenz versus Kohärenz - Onlineverbote für Glücksspiel (erneut) auf dem Prüfstand des EuGH

Die Entwicklung des deutschen Glücksspielrechts ist zum wiederholten und nicht zum letzten Mal um ein Kapitel reicher. Mit Beschluss vom 24. 1. 2013 - I ZR 171/10 - digibet hat der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes (BGH) vier Fragen zur Neuregelung des Glücksspielrechts dem Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) vorgelegt. Ob infolge einer Entscheidung des EuGH Rechtssicherheit in Bezug auf das Glücksspielrecht in Deutschland einkehren kann, vermag durchaus bezweifelt zu werden.

RA Dr. André Soldner, LL.M. (Nottingham) und R.Ref. Dipl.-Jur. Univ. David Jahn, Wirtschaftsjurist (Universität Bayreuth), Frankfurt a. M.

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 301

Aufsatz

Strategische Rechtskommunikation - Grundfragen der Litigation-PR aus anwaltlicher Sicht

Unter dem Begriff "Litigation-PR" wird seit einiger Zeit die Frage erörtert, inwiefern und wann es sinnvoll ist, dass der Rechtsanwalt für seinen Klienten neben der Bearbeitung des Falles auch nach außen, also gegenüber Medien, strategische Rechtskommunikation betreibt. Der Beitrag zeigt auf, warum es in vielen Fällen von rechtlichem Vorteil ist, auf prozessbegleitende Kommunikation zu verzichten bzw. diese maßvoll einzusetzen. Er beschreibt weiter, welche Kommunikationsmöglichkeiten es gibt und wie dabei die wichtigsten Fallen vermieden werden.

RA Dominik Höch und RA Prof. Dr. Christian Schertz, Berlin

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 304

sonstiges

Länderreport Schweiz

RAin Dr. Ursula Widmer, Bern

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 311

Rechtsprechung

Ashby Donald u. a. ./. Frankreich: Keine Verletzung der Meinungsfreiheit durch Verurteilung wegen Urheberrechtsverletzung

EGMR, Urteil vom 10.01.2013 - 36769/08

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 313

Dr. Florian Drücke, Maître en Droit, Berlin

Kommentar zu: BGH, Urteil vom 15.11.2012 - I ZR 74/12

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 322

Rechtsprechung

Morpheus: Belehrung über Rechtswidrigkeit von Tauschbörsen kann Elternhaftung ausschließen

BGH, Urteil vom 15.11.2012 - I ZR 74/12

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 322

Rechtsprechung

Die Heiligtümer des Todes: Frist bei Beschwerde gegen Auskunftsanspruch

BGH, Urteil vom 05.12.2012 - I ZB 48/12

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 328

Rechtsprechung

Schadensersatz-Berechnung bei Urheberrechtsverletzung anhand von einschlägiger Tarifvergütung

BGH, Urteil vom 20.09.2012 - I ZR 177/11

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 332

Rechtsprechung

Elektronische Leseplätze: Anforderungen an digitale Zugänglichmachung geschützter Werke

BGH, Urteil vom 01.01.1970 - I ZR 69/11

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 333

Rechtsprechung

Keine Anerkennung als Miturheber mangels hinreichender Darlegung

BGH, Urteil vom 18.10.2012 - I ZA 2/12

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 338

Rechtsprechung

Fristlose Kündigung eines DSL-Anschlussvertrags bei fehlerhaftem Anbieterwechsel

BGH, Urteil vom 01.01.1970 - III ZR 231/12

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 339

Rechtsprechung

Insolvenz-Lösungsklausel in Vertrag über fortlaufende Lieferungen ist unwirksam

BGH, Urteil vom 15.11.2012 - IX ZR 169/11

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 343

Dr. jur. Dipl.-Inf. Reto Mantz, Richter, LG Frankfurt a. M.

Kommentar zu: OLG Düsseldorf, Urteil vom 07.03.2013 - I-20 W 121/12, I-20 W 5/13

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 344

Rechtsprechung

Digibet: Zur inkohärenten Beschränkung des Glücksspielsektors

BGH, Urteil vom 01.01.1970 - I ZR 171/10

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 344

Rechtsprechung

Kein Anspruch auf Datenspeicherung für späteren Auskunftsanspruch

OLG Düsseldorf, Urteil vom 07.03.2013 - I-20 W 121/12, I-20 W 5/13

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 344

Rechtsprechung

Keine Alleinstellungswerbung durch Domain mit Ortsbezug

OLG Hamm, Urteil vom 29.01.2013 - 4 U 171/12

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 347

Rechtsprechung

Irreführende Werbung mit Kundenmeinungen bei privilegierter Veröffentlichung positiver Bewertungen

OLG Düsseldorf, Urteil vom 19.02.2013 - I-20 U 55/12

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 348

Rechtsprechung

Mitbewerberausschluss durch eingeschränkten Briefkasten-Werbeverbotsaufkleber unzulässig

OLG Koblenz, Urteil vom 16.01.2013 - 9 U 982/12

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 350

Rechtsprechung

Löschung von E-Mail-Account nach Kündigung kann Schadensersatzanspruch begründen

OLG Dresden, Urteil vom 05.09.2012 - 4 W 961/12

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 352

Rechtsprechung

Kein Ausschluss des Widerrufsrechts bei telefonischer Pflanzen-Bestellung

OLG Celle, Urteil vom 04.12.2012 - 2 U 154/12

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 353

Rechtsprechung

Gebührenpflichtige Internetplattform für Terminsvertreter-Vermittlung zulässig

OLG Karlsruhe, Urteil vom 05.04.2013 - 4 U 18/13

Jahr: 2013  // Heft: 5  // Seite: 355

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1. Forum für Medien- und Wettbewerbsrecht

Namhafte Referenten, praxisrelevante Themen, hervorragende Diskussionen:
1. Forum für Medien- und Wettbewerbsrecht am 19. Juni 2013 in Frankfurt am Main

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